Über Veronika

„Veronika Freitag ist eine der bekanntesten zertifizierten Anusara® Yogalehrerinnen Deutschlands und blickt auf 25 Jahre Yogapraxis, zahlreiche unterrichtete Lehrer-Ausbildungen, Fortbildungen und die 11-jährige Führung ihres Yogastudios JYOTI-YOGA Hamburg zurück.“

Mein Leben, bevor ich Yoga kannte, war durchdrungen von einer Sehnsucht, die ich nicht so genau benennen konnte. Ich hatte etwas „vernünftiges“ gelernt und studiert, weil ich glaubte, dass sei wichtig und richtig. Zwar hatte ich alles bestens gemeistert und doch in meinem Herzen gefühlt, dass etwas so nicht stimmt.

Mit Mitte zwanzig konnte ich nicht mehr anders, als endlich auf mein Innerstes zu hören und bin zur Schauspielschule gegangen. Dort habe ich mich schon ein bisschen mehr zu Hause gefühlt. Nicht, dass mir alles leicht gefallen wäre, aber ich bin ein Stückchen wieder mehr zu mir gekommen. Auch wenn ich keine berühmte Schauspielerin geworden bin, habe ich so viel essentielles und vor allem – Yoga – kennen gelernt. Seit 1999 übe ich nun Yoga.

Es hat mir von Anfang an etwas ganz besonderes gegeben: eine innere Stärke, ein gehalten und berührt sein.

Meine erste Anusara® Yoga Klasse empfand ich körperlich als sehr intensiv, tief und gleichzeitig erhebend. Etwas darin hat mein Herz berührt und ich wusste ab diesem Moment, dass ich Yogalehrerin werden möchte. So bin ich es geworden. Die Möglichkeiten Yoga zu unterrichten kamen zu mir. Ich musste nicht darum kämpfen. Über meinen weiteren Weg könnte ich ein Buch schreiben. Das mache ich vielleicht auch eines Tages. Doch hier in Kürze.

Auf einer längeren Indienreise, nach viel Chaos und Loslassen hatte ich völlig unerwartet eine „spirituelle“ Erfahrung. Alle Worte dies zu beschreiben klingen komisch. Ich versuche es trotzdem:

Mir ist mein Herz aufgegangen. Es war sooo schön, dass es fast schon weh tat. Gefühlte Verbindung, einmal das Ende meiner Sehnsucht berührt; Seligkeit – frei von Angst; tiefer Sinn in Allem, was bis dahin war.

Als ich zurück nach Deutschland kam, ist fast alles in meinem Leben weggebrochen. Nur Yoga blieb. Nun Vollzeit als mein Beruf und meine Berufung. Ich habe mich ganz und gar hinein vertieft, studiert und praktiziert. Die Yogaschriften waren wie Lichtnahrung für mich.

Bald wusste ich aber, dass ich einen eignen Ort brauchte um „mein“ Yoga zu unterrichten und ich habe mich auf die Suche gemacht, fast schon aufgegeben. Dann kam der Ort zu mir – in Hamburg. Menschen kamen, die mich unterstützt haben. So habe ich 11 Jahre lang JYOTI-YOGA Hamburg geführt. Ich bin zu tiefst dankbar für diese Zeit, den Ort und die wunderbaren Menschen.

Die Geschichte erzähle ich auch in diesem Video:

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Die letzten Jahre waren sehr herausfordernd, für viele von uns. Mich hat diese Zeit noch mal demütiger und menschlicher gemacht. Wieder könnte ich ein Buch über all die Erfahrungen schreiben. Einige meiner Gedanken findest du in meinem BLOG.

Inzwischen unterrichte ich seit über 20 Jahren aus ganzem Herzen Yoga.

Meine Yogaklassen spiegeln die Auseinandersetzung mit dem Auf und Ab des Lebens und die Sehnsucht nach dem Guten, dem Wahren und dem Schönen wieder. Sie reflektieren philosophische Fragen.

Ausserdem teile ich mein Wissen von einer genauen und feinfühligen körperlichen Ausrichtung nach den biomechanischen Prinzipien des Anusara® Yoga, die die Yogapraxis tiefgreifend verändern.

Die Yogi(ni)s sagen mir, dass sie durch mein feines und genaues Unterrichten, durch die Themen meiner Stunden und durch meine Stimme auf ganz besondere Weise berührt werden. Das erfüllt mich mit tiefer Freude und Dankbarkeit.

Neben unzähligen Yogaklassen, die ich unterrichtet habe, bin ich seit 12 Jahren Ausbilderin und Wegbereiterin für viele Yogalehrer und unterrichte tiefgründige Retreats und Seminare.

Stationen meines beruflichen Werdegangs und Qualifikationen (AUSWAHL)

  • Diplom Betriebswirtin FH (1994-1999)
  • Ausbildung zur Schauspielerin (1999-2003)
  • Anusara®-Lehrer Ausbildung (2005-2009) – Anusara Inspiriert™
  • Vinyasa-Flow Ausbildung (2006-2007) RYT-200
  • Zertifizierte Anusara® Yoga Lehrerin (500h) (seit 2012)
  • Hormon-Yogalehrerausbildung (2014)
  • diverse Fortbildungen in Ausrichtung, Yogatherapie, Unterrichtsmethodik, E-RYT 500 bei der Yogalliance (seit 2015)
  • Ausbilderin für Anusara® Yoga (seit 2014)
  • seit 2024 in der Fortbildung: Trauma-Heilung durch Somatic Experiencing nach Peter Levine

MEINE ARBEIT

Mein Yogaunterricht lebt durch philosophische Gedanken, kluge Körperarbeit und eine berührende Sprache.

Die Methode des Anusara® Yoga, mit ihren universellen Ausrichtungsprinzipien und der lebensbejahenden tantrischen Philosophie spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dennoch unterrichte ich traditionsübergreifend. Die klare Disziplin des Klassischen Yoga, die poetischen Bilder aus den Upanishaden bereichern meinen Unterricht genauso wie meine eigene gelebte Erfahrung. Auch die Arbeit von C. G. Jung und tiefenpsychologische Betrachtungen sind eine wertvolle Inspiration. Weiterhin beschäftige ich mich in jünger Zeit viel mit Psychologie und Traumaforschung und auch das ist wichtig für meinen Yogaunterricht.

Es liegt mir am Herzen, das körperliche Praktizieren von Yogastellungen (Asanas) mit einer tieferen, wohlwollenden Aufmerksamkeit und der Bewusstwerdung deiner Selbst zu verbinden.

Auf körperlicher Ebene unterrichte ich ein kraftvolles, manchmal auch ruhiges, aber immer fein ausgerichtetes Yoga. Kraft, Flexibilität und Koordination des physischen Körper werden aufgebaut.

Gleichzeitig entsteht mit der Zeit mehr innere Ruhe und ein feines Gewahrsein für Körper-Empfindungen und den Atem. Das führt dich tiefer zu dir.

Auf der seelischen Ebene arbeite ich mit einer Intention bzw. mit einem Herz-Thema, welches ich mit der körperlichen Ausrichtung verbinde. Dadurch bleiben geistige Ideen kein mentales Konstrukt sondern können tiefer mit dem Körper erfahren und verstanden werden. Gleichzeitig können dir die Herz-Themen auch viel Inspiration für dein tägliches Leben schenken.

Im Laufe der regelmässigen Yogapraxis entsteht ein immer größeres Gewahrsein für die verschiedenen Ebenen deines Mensch-Seins. Im wohlwollenden Raum, den wir für Dich halten, besteht die Möglichkeit von Integration und Heilung. Es entstehen meditative Momente. Darin können sich tiefe Erkenntnisse entfalten und manchmal bist du vielleicht von Glücksgefühlen und Liebe berührt.

Trotzdem bleibt das Leben mit seinen Herausforderungen und die größte Herausforderung ist es vielleicht die spirituelle Erfahrungen zu integrieren und ein Leben in größerer Verbundenheit und Echtheit zu leben. Mit meinem Yoga möchte ich dich genau darin unterstützen.

Neurodivergenz & Trauma

Yoga bedeutet „Einssein“. Das heisst aber nicht, dass wir alle gleich sind. Menschen sind individuell und einzigartig. Darum ist auch nicht jede Yogapraxis für jeden Mensch genau richtig.

Das bezieht sich nicht nur auf anatomische Gegebenheiten und körperliche Unterschiede, sondern ganz besonders auch auf unser Nervensystem und die Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben.

Auf körperlicher Ebene, können wir die Praxis gut anpassen und die universellen Ausrichtungsprinzipien so anwenden, dass du darin deine Mitte findest.

Für sensible und neurodivergente Menschen ist ein geschützter Raum besonders wichtig. Das schöne ist, viele Yogaübungen können dir helfen, dein Nervensystem zu regulieren.

Wir können verschiednen Ebenen deines Erlebens erkunden und dir deine Ressourcen (das, was dir Kraft und Sicherheit gibt) bewusst machen. Wichtig ist, dass keinerlei Druck entsteht und du dir auch keinen Druck machst.

Du brauchst einen sicheren, wohlwollenden Raum.

Atemtechniken, die das Nervensystem zu stark aktivieren und Praktiken, die das Bewusstsein zu sehr ausdehnen können Unbehagen und Ängste auslösen.

Darum bin ich mit einigen Pranayamaübungen richtig vorsichtig. Wenn du sehr sensibel bist, ist es auch besonders wichtig, dich immer wieder gut zu erden und dich im Körper zu fühlen. Ich lege großen Wert darauf, das in meinen Yogaunterricht mit einzubeziehen.

Für die Zukunft überlege ich auch besondere traumsensible Yogaklassen anzubieten, aber das braucht noch ein bisschen.

Wenn du traumatisiert bist, frage bitte deine/n Therapeutin/en, ob die Yogaklassen gut für dich sind.